Die Laserhaarentfernung hat in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung hinter sich gebracht: Seit einigen Jahren ist es möglich, Haare nicht nur für kurze Zeit, sondern dauerhaft zu entfernen und zwar mit modernster Lasertechnik.
Intimhaarentfernung per Laser
Die Haarentfernung im Intimbereich gilt als neuer Trend, hat aber genauer betrachtet schon eine Jahrtausendalte Tradition. Schon im alten Ägypten und Griechenland war die totale Entfernung der Schamhaare gängige Praxis. Beinahe alle Darstellungen von nackten Frauen und Männern aus dieser Zeit sind „haarlos“. Für die Haarentfernung gab es sowohl ästhetische wie auch hygienische Gründe. Die Praxis der Intimhaarentfernung hielt sich fast das ganze Mittelalter über, erst der Ausbruch der Pest und die damit einhergehenden Schließungen der öffentlichen Badeanstalten führten zu einem Wandel. Seit Beginn der 90er Jahre ist wieder ein verstärkter Trend zur Intimhaarentfernung zu bemerkten. So hat eine Studie der Universität Leipzig ergeben, dass sich 88% der Frauen und 67% der Männer unter 30 regelmäßig die Schambehaarung entfernen.
Zur Haarentfernung gibt es verschiedene Techniken, die sich vor allem durch die Dauer der Haarlosigkeit unterscheiden.
Die Lasergestützte Haarentfernung zählt zu den dauerhaftesten Methoden. Es gibt verschiedene Arten der Intimhaarentfernung per Laser, die sich durch Vorgehensweise und Preis unterscheiden.
Die Lasermethode
Laser steht für „ligth amplification by stimulated emsission of radiation“. Ein gebündelter Lichtstrahl wird auf die Haarwurzel gerichtet. Die Wurzel absorbiert die Energie und wandelt sie in Wärme um. Die entstandene Wärmeentwicklung verödet das Haarfollikel und den Versorgungskanal- das Haar kann nicht mehr mit Nährstoffen versorgt werden und fällt nach ca. 2 Wochen aus. Ausschlaggebend für den Erfolg ist die Farbe des Haares. Nur Haare mit ausreichender Menge Melanien können mit Lasertechnologie entfernt werden. Melanin ist für die Pigmentierung des Haares verantwortlich und nimmt die Laserstrahlung auf. Daher können weiße Haare oder Vellushaare (Flaum) nicht entfernt werden.
Je nach Haartyp und Behaarungsgrad benötigt eine Frau vier bis sechs Sitzungen, ein Mann sechs bis acht Sitzungen für ein optimales Ergebnis. Zwischen den einzelnen Sitzungen sollten ca. 5 Wochen liegen, da nur Haare in der Wachstumsphase behandelt werden können, und nicht alle Haarpartien gleichzeitig wachsen. Außerdem soll der Haut ausreichend Zeit zur Regeneration gegeben werden.
Drei Wochen vor der ersten Sitzung dürfen keine Wurzelentfernungen (epilieren, zupfen, wachsen) vorgenommen werden. Die Haare müssen mindesten eine Länge von 2 mm aufweisen, damit die Haarbeschaffenheit und damit einhergehend die Anzahl der Sitzungen bestimmt werden kann. Da die Lasermethode auf heller Haut effektiver ist als auf gebräunter, sollte auf Solariumbesuche im Vorfeld der Behandlung verzichtet werden.
Die IPL- Methode (Intense Pulsed Light)
Diese Methode arbeitet nach dem Grundprinzip der Lasertechnik, allerdings wird nicht mit einer festen Wellenlänge gearbeitet, sondern mit dem gesamten Spektrum einer Xenon-Lichtquelle. Mittels Filter wird die Wellenlänge auf den für die Behandlung notwendigen Bereich eingeschränkt. Dadurch wird die Hautoberfläche besser geschützt.
Vorteile gegenüber der klassischen Lasermethode ist ein tieferes Eindringen der Strahlung in das Gewebe und ein längeres Anhalten der Temperatur in den Haarwurzeln. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Haar wirklich abgetötet wurde, höher.
Da IPL nach den gleichen Grundsätzen wie die Lasertechnik arbeitet, können auch mit dieser Methode nur dunkle Haare behandelt werden.
Intimhaarentfernung per Laser wird allgemein als „ nicht schmerz intensiv“ beschrieben. Natürlich kommt es auf persönliches Schmerzempfinden und die Dichte des Haarwuchses an. Nach der Behandlung ist die betroffene Hautstelle in einem Zustand ähnlich dem eines starken Sonnenbrandes. Dementsprechend muss die Haut auch behandelt werden. Weiters kann es zu Pigmentstörungen, und selten auch zu schwacher Krustenbildung kommen.
Experten sind sich einig, dass keine Garantie für das dauerhafte Verschwinden der Intimbehaarung gegeben werden kann. Falls Haare nachwachsen sollten sind sie allerdings dünner, feiner und weniger. Weiters gibt es ruhende Haarfollikel, die z.B. durch hormonelle Veränderungen zum Wachstum angeregt werden. Sie werden von der Laserbehandlung nicht erfasst und können zu einem späteren Zeitpunkt wachsen.
Der Preis für eine Intimhaarentfernung per Laser richtet sich nach der Anzahl der Sitzungen und des Instituts. Durchschnittlich kostet eine Sitzung ca. 130 Euro.
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